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Bibliographie & Audio-Nachweis (PDF)

Kennt jemand nur drei Vögel, heisst es, ist die Krähe einer davon. Krähen sind unübersehbar, nicht zu überhören und allgegenwärtig zumindest in der nördlichen Hemisphäre: es gibt sie in jeder Klimazone, jedem Terrain, in der entlegensten Wildnis so gut wie in den Städten. Jeder kennt Krähen, und (fast) jeder hat eine Krähengeschichte zu erzählen oder eine Geschichte mit Krähen.

Viele taten das – seit jeher, überall und in jeder literarischen Form: in Mythen, Epen, Märchen, Legenden und Historien; in Zaubersprüchen, Orakeltexten, alchemistischen Rezepturen; in Reisebeschreibungen, ethnografischen Journalen, in Berichten unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und in Zeitschriften und Zeitungen; in der Belletristik sowieso, in Rätseln, Sprichwörtern, Reimen und Liedtexten und in der Lyrik seit Hesiod.

Uns fällt kein anderer Vogel ein, kein anderes Geschöpf aus dem Tierreich, welches die menschliche Vorstellungskraft so andauernd, weiträumig und im Ergebnis vielfältig inspirierte wie Krähen und Raben.

Auf 64 unterschiedliche Arten liessen sich die Stimmen des Raben interpretieren, meinte im späten fünften oder frühen sechsten Jahrhundert der römische Autor Fabius Planciades Fulgentius. Chräje-n-un Gwaage ist unser Vorschlag einer solchen Interpretation.